Compliance-Lexikon · DORA
DORA Pruefung – Praxis
DORA Pruefung wird von Auditoren nicht danach bewertet, ob das Thema bekannt ist, sondern ob eine belastbare, datierte Umsetzung nachweisbar ist. Dieser Artikel zeigt, was konkret vorzubereiten ist.
Was Auditoren konkret prüfen
Der Auditor erwartet keinen theoretischen Idealzustand, sondern einen nachvollziehbaren Prozess mit Verantwortlichkeiten, Fristen und Nachweisen. Ist die Organisation auf eine aufsichtliche DORA-Prüfung vorbereitet, inklusive kurzfristig abrufbarer Nachweise zu allen fünf Säulen?
Häufige Fehler in der Praxis
- Nachweise existieren, sind aber über verschiedene Systeme verstreut und nicht kurzfristig abrufbar
- Keine interne Simulation einer Aufsichtsprüfung wurde je durchgeführt
- Zuständigkeiten für die Beantwortung von Prüferanfragen sind nicht klar zugewiesen
Praxis-Tipp
Aufsichtsbehörden fordern Nachweise oft mit kurzen Fristen an. Eine Organisation, die ihre Evidence-Struktur vorher getestet hat, gewinnt im Ernstfall wertvolle Zeit.
Ablauf einer aufsichtlichen Prüfung
Eine DORA-Prüfung beginnt in der Regel mit einer formalen Anfrage nach Dokumenten und Nachweisen, gefolgt von Interviews mit Verantwortlichen und gegebenenfalls technischen Kontrollen. Die Aufsichtsbehörde bewertet sowohl die formale Existenz als auch die tatsächliche Wirksamkeit der Maßnahmen.
Evidence-Anforderungen im Audit
Vorzulegen sind in der Regel: Strukturierte Evidence-Sammlung je DORA-Säule, Nachweis einer internen Prüfsimulation, Ansprechpartnerliste für die Aufsichtsbehörde. Eine strukturierte Ablage dieser Nachweise erspart im Audit-Fall zeitraubende Nachrecherchen.
Nächster Schritt
Compliance-Stresstest starten
Kostenloser Stresstest auf Basis der BAM-Objekte – unverbindlich, 20 Minuten.
Die strategische Einordnung – warum DORA Pruefung über die technische Umsetzung hinaus Bedeutung hat – findet sich auf Ebene 3.