Compliance-Lexikon · DORA
DORA Pruefung – Strategie
In den meisten Organisationen wird DORA Pruefung als operative oder juristische Pflicht behandelt, die abgearbeitet werden muss. Diese Sicht greift zu kurz: wer das Thema strategisch einordnet, reduziert Risiko, Aufwand und Bußgeldexposition gleichzeitig, statt bei jeder neuen Anforderung von vorne zu beginnen.
Die strategische Perspektive
Prüfungsbereitschaft ist kein einmaliger Zustand, sondern das Ergebnis kontinuierlich gepflegter Nachweise. Wer Evidence erst kurz vor einer angekündigten Prüfung zusammenstellt, gerät regelmäßig unter Zeitdruck.
DORA Pruefung und Executable Compliance
Das BAM-Modell erzeugt Evidence als Nebenprodukt laufender Prozesse, sodass eine Prüfungsanfrage jederzeit mit aktuellen, bereits vorhandenen Nachweisen beantwortet werden kann. Das BAM-Objekt DORA-PR-01 ist der Einstiegspunkt für diese Integration.
Strategischer Kern
Die Frage „Sind wir prüfungsbereit?“ sollte jederzeit mit Ja beantwortbar sein, nicht nur kurz vor einem angekündigten Termin.
Verbindung zu anderen Frameworks
DORA Pruefung steht selten isoliert. Die Anforderung taucht in mehreren Regelwerken parallel auf, unter anderem in DORA, BaFin KWG, EZB-Bankenaufsicht und ESAs Joint Committee. Wer die zugrundeliegende Maßnahme einmal sauber implementiert und dokumentiert, erfüllt damit in der Regel mehrere Frameworks gleichzeitig, statt jedes Regelwerk separat zu bedienen. Diese Mehrfachverwertung einer einzigen Investition ist einer der stärksten wirtschaftlichen Gründe für einen Executable-Compliance-Ansatz.
Ausblick
Mit zunehmender Erfahrung der Aufsichtsbehörden werden Prüfungen gezielter und risikobasierter, mit Fokus auf Unternehmen mit erkennbaren Schwachstellen in früheren Meldungen.
BAM Enterprise · Executable Compliance
Enterprise-Setup besprechen
DORA Pruefung als ausführbares Compliance-Artefakt – in allen relevanten Frameworks gleichzeitig nachweisbar.